Du willst eine Website erstellen lassen und lokal gefunden werden, in Innsbruck, Imst, Kufstein oder Kitzbühel. Dieser Beitrag klärt zwei Fragen: welche Seiten jede Unternehmenswebsite braucht und was das Ganze realistisch kostet. Dazu eine Local-SEO-Checkliste zum Abarbeiten.

Die sieben Pflichtseiten deiner KMU-Website
1. Startseite
Die Startseite sollte in wenigen Sekunden vermitteln, wer du bist, was du anbietest und warum dein Unternehmen vor Ort relevant ist. Eine klare Hauptüberschrift hilft Besuchern, sich sofort zu orientieren. Dazu kurze Teaser zu den Leistungen, vertrauensbildende Elemente wie Bewertungen oder Partnerlogos und eine eindeutige Handlungsaufforderung.
Name, Adresse und Telefonnummer gehören in den Footer, und zwar auf allen Plattformen identisch. Diese sogenannte NAP-Konsistenz ist einer der einfachsten und am häufigsten übersehenen Local-SEO-Hebel.
2. Über uns
Erzähle deine Geschichte so, dass Besucher ein Gefühl dafür bekommen, wer hinter dem Unternehmen steht. Team mit echten Fotos, sichtbare Werte, nahbar statt anonym. Im regionalen Umfeld schafft genau das Vertrauen.
Ein lokaler Absatz ist hier besonders wertvoll: warum du der richtige Partner in Tirol bist, welche Erfahrung du vor Ort hast, welche Projekte in der Umgebung dafür sprechen.
3. Leistungen
Für jede Leistung eine eigene Unterseite. So bleibt die Struktur klar, und Besucher wie Suchmaschinen verstehen sofort, worum es geht. Jede Seite beginnt mit dem Problem des Kunden und zeigt dann die Lösung. Konkrete Beispiele aus Tirol betonen die regionale Verankerung, ein kurzes FAQ nimmt die häufigsten Unsicherheiten.
4. Referenzen
Zeige bisherige Arbeiten als kurze Fallstudien: Ziel, Umsetzung, Ergebnis. Ein Kundenzitat sorgt für Authentizität. Nenne dabei immer Ort oder Bezirk, damit Interessenten aus der Region sich wiedererkennen.
5. Kontakt
Ein kurzes Formular reicht. Zu viele Felder schrecken ab. Telefonnummer und E-Mail-Adresse gehören direkt anklickbar auf die Seite, damit ein Anruf auch mobil ein einziger Tap ist.
6. Blog oder Ratgeber
Auch eine Zahnarztpraxis punktet mit Inhalten, die auf die Fragen der Patienten eingehen. Ein Beitrag wie „Professionelle Zahnreinigung in Innsbruck: Ablauf und Vorteile“ beantwortet genau das, was Menschen wissen wollen, bevor sie einen Termin vereinbaren.
7. Impressum und Datenschutz
In Österreich gelten klare Impressums- und Offenlegungspflichten nach dem E-Commerce-Gesetz und dem Mediengesetz. Jede Website braucht deshalb ein vollständiges Impressum sowie eine DSGVO-konforme Datenschutzerklärung. Das schafft rechtliche Sicherheit und nebenbei Vertrauen.
Muster und Details bei der Wirtschaftskammer Österreich und im Unternehmensserviceportal.
Drei Modelle, drei Kostenstrukturen
Projektbasiert, einmalig bezahlt
Das klassische Agenturmodell: Die Website wird einmalig nach deinen Anforderungen gebaut. Wartung und Anpassungen werden separat vereinbart oder als Servicepaket gebucht.
- Dafür: volle Kontrolle über Design und Funktionen, nach der Anschaffung nur noch Kosten bei Bedarf, gut geeignet bei klar umrissenem Projektumfang.
- Dagegen: hohe Einstiegskosten, spätere Änderungen kosten extra, und ohne Wartungsvertrag liegt die Verantwortung für Sicherheit und Updates bei dir.
- Preisrahmen: kleine KMU-Websites ab etwa 1.500–2.000 €, umfangreiche Projekte 5.000 € und mehr.
Website as a Service, monatlich bezahlt
Statt einer hohen Einmalzahlung eine monatliche Rate. Darin enthalten sind in der Regel Hosting, Updates, Sicherheit, kleinere Anpassungen und Support.
- Dafür: geringe oder keine Einstiegskosten, fixe monatliche Ausgaben und damit gute Kalkulierbarkeit, laufende Betreuung inklusive, kein teurer Relaunch alle paar Jahre.
- Dagegen: über viele Jahre gerechnet können die Gesamtkosten höher liegen als bei einer Einmalzahlung, und ein Anbieterwechsel ist aufwendiger.
- Preisrahmen: ab 80–150 € im Monat, bei größerem Funktionsumfang entsprechend mehr.
Unser eigenes Angebot in dieser Kategorie heißt EasyWeb und startet bei 80 € im Monat, ohne Anschaffungskosten und ohne Bindung. Für Neugründungen ist genau das oft der entscheidende Punkt: Die Website ist da, bevor der erste Umsatz da ist.
Baukasten, selbst gebaut
Etwa 100–300 € im Jahr, geeignet für einfache Seiten. Individuelles Design, persönlicher Support und SEO-Betreuung sind nicht dabei, die Pflege bleibt an dir hängen.
Orientierungswerte aus Österreich
- Domain und Hosting: etwa 12–120 € im Jahr, je nach Endung und Anbieter.
- Baukasten-Websites: etwa 100–300 € im Jahr.
- Individuelle KMU-Websites: ab etwa 1.500–2.000 €, bei größeren Projekten deutlich mehr.
Preisspannen nach Herold und FRIDA GRÜN. Zahlen variieren stark nach Anbieter und Umfang.
Was in Kostenrechnungen fast immer fehlt: Texte und Bilder, das SEO-Grundsetup, Wartung und Sicherheit, Tracking sowie die rechtlich nötigen Seiten. Wer nur das Design budgetiert, budgetiert etwa die Hälfte.
Local-SEO-Checkliste
Saubere Überschriftenstruktur
Jede Seite braucht genau eine H1, dazu sprechende H2. Titel und Meta-Description enthalten den Ort, ohne in Keyword-Stuffing zu verfallen. Eine klare Struktur hilft Google und den Lesern gleichermaßen.
Interne Verlinkung
Verlinke von Startseite und Leistungen gezielt auf Standorte, Referenzen und Blogartikel. So verstehen Nutzer und Suchmaschinen, welche Seiten besonders relevant sind.
Bilder
Sprechende Dateinamen und ein beschreibender Alt-Text, etwa webdesign-innsbruck-projekt.webp. Damit werden Bilder in der Google-Suche auffindbar.
Lokale Landingpages
Bei mehreren Städten oder Regionen lohnen sich eigene Seiten je Standort. Das erhöht die Chance, in den lokalen Ergebnissen zu erscheinen.
NAP-Konsistenz
Name, Adresse und Telefonnummer müssen überall identisch sein: auf der Website, im Google Business Profile und in Branchenverzeichnissen. Abweichende Angaben verschlechtern die lokale Sichtbarkeit spürbar.
Mobil und schnell
Eine schnelle, mobilfreundliche Seite ist heute Pflicht. Google bewertet Ladegeschwindigkeit und mobile Nutzbarkeit stark, und Nutzer springen ab, bevor sie den ersten Satz lesen.
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