Eine Website zu beauftragen ist eine Entscheidung für Jahre, nicht für Wochen. Du bindest dich an eine Technik, an Menschen und oft an einen Hosting-Vertrag. Diese zehn Fragen helfen dir, vor der Unterschrift zu klären, worauf du dich einlässt, egal ob du am Ende bei uns landest oder bei einer anderen Agentur.

Kurz gesagt
- Frag nach dem Eigentum: Domain, Inhalte und Code sollten dir gehören.
- Frag nach der Zeit nach dem Launch: Wartung, Updates, Ansprechpartner.
- Eine gute Agentur beantwortet alle zehn Fragen, ohne auszuweichen.
Die zehn Fragen
1. Wem gehören Domain, Inhalte und Code?
Die Domain sollte auf dich oder deinen Betrieb registriert sein, nicht auf die Agentur. Bei Inhalten und Code gilt: Lass schriftlich festhalten, dass du sie bei einer Trennung mitnehmen kannst. Hellhörig werden solltest du bei „Die Domain läuft über uns, das ist einfacher.“ Einfacher ist das vor allem bis zu dem Tag, an dem du wechseln willst.
2. Mit welchem System wird gebaut, und warum?
WordPress, ein anderes CMS, ein Baukasten oder individueller Code: Jede Wahl hat Folgen für Kosten, Ladezeit und Wartung. Die Agentur sollte begründen können, warum ein System zu deinem Projekt passt, statt einfach das zu nehmen, was sie immer nimmt.
3. Kann ich Inhalte selbst ändern?
Frag, welche Inhalte du selbst pflegen kannst, und lass es dir zeigen. Öffnungszeiten, Team, Neuigkeiten solltest du ohne Ticket ändern können. Wenn du gar nichts selbst ändern willst, ist das auch in Ordnung. Dann gehört das in den Wartungsvertrag.
4. Wie wird SEO eingeplant?
Suchmaschinenoptimierung ist kein Plugin, das man am Ende installiert. Seitenstruktur, Überschriften, Ladezeit, Meta-Angaben und lokale Signale entstehen beim Bauen. Frag konkret: Wer schreibt Seitentitel und Beschreibungen? Wird die Google Search Console eingerichtet? Gibt es bei einem Relaunch ein URL-Mapping mit Weiterleitungen?
5. Was passiert nach dem Launch?
Updates, Sicherheit, Backups, kleine Änderungen: Wer kümmert sich darum, was kostet es, und wie schnell reagiert jemand, wenn die Seite nicht erreichbar ist? Ein Angebot ohne Antwort darauf ist unvollständig. Wie das bei uns geregelt ist, steht unter Support und Wartung.
6. Welche Referenzen passen zu meinem Projekt?
Schöne Screenshots sagen wenig. Frag nach Projekten in ähnlicher Größe oder Branche und schau dir die Live-Seiten an: Laden sie schnell? Funktionieren sie am Handy? Werden sie noch gepflegt? Wenn es sich ergibt, sprich mit einem Kunden der Agentur.
7. Wer arbeitet konkret an meinem Projekt?
Manchmal führt jemand das Erstgespräch, und gebaut wird ganz woanders. Das muss nicht schlecht sein. Du solltest aber wissen, wer deine Seite umsetzt und wer danach dein Ansprechpartner bleibt.
8. Was steht im Angebot, und was nicht?
Texte, Fotos, Korrekturschleifen, Impressum und Datenschutz, Cookie-Banner, Mehrsprachigkeit, Hosting: Lass dir auflisten, was enthalten ist. Die Unterschiede zwischen zwei Angeboten liegen fast immer hier. Welche Preise realistisch sind, steht in Was kostet eine Website 2026?
9. Wie läuft das Projekt ab?
Gibt es ein klares Vorgehen mit Phasen, Terminen und Abnahmen? Wie viel Zeit brauchst du selbst, etwa für Inhalte und Feedback? Ein realistischer Zeitplan ist mehr wert als ein schneller, der dann doch nicht hält.
10. Ist die Agentur erreichbar, wenn es darauf ankommt?
Vieles funktioniert gut per Video-Call. Trotzdem hilft es, wenn jemand für ein Fotoshooting in den Betrieb kommen oder sich einen Nachmittag mit dir hinsetzen kann. Für Betriebe in Tirol heißt das: Eine Agentur aus der Region kennt die Wintersaison und die Sommersaison, die Wege zwischen Innsbruck, Schwaz und dem Zillertal und die Betriebe, die dort deine Kunden sind.
So nutzt du die Liste im Gespräch
Schick die Fragen vorab per E-Mail. Dann bekommst du durchdachte Antworten statt spontaner. Lass dir die wichtigen Punkte, vor allem Eigentum, Wartung und Leistungsumfang, schriftlich ins Angebot schreiben. Was nur im Gespräch gesagt wurde, ist in zwei Jahren schwer nachzuweisen.
Vergleiche nicht nur die Endsumme. Leg die Angebote nebeneinander und markiere, was im einen steht und im anderen fehlt. Oft wird aus dem teuren Angebot dann das vollständige und aus dem günstigen eines, bei dem die Hälfte später extra kostet.
Hol dir zwei bis drei Angebote, nicht zehn. Mehr kostet dich vor allem Zeit, und die Unterschiede werden dadurch nicht klarer. Wichtiger als die Anzahl ist, dass alle Agenturen dasselbe Briefing bekommen: was die Website leisten soll, für wen, bis wann und mit welchem ungefähren Budget.
Antworten, bei denen du nachhaken solltest
- „Die Domain melden wir auf uns an.“
- „SEO machen wir, wenn die Seite online ist.“
- „Wartung brauchst du nicht, das läuft von selbst.“
- „Die Zugangsdaten geben wir nicht heraus.“
- Ein Festpreis, bevor irgendjemand eine Frage zu deinem Betrieb gestellt hat.
Keine dieser Antworten heißt automatisch, dass die Agentur schlecht ist. Sie heißt aber, dass du genauer nachfragen solltest, bevor du unterschreibst.
Und an uns?
Stell diese Fragen gern auch uns. Wie wir als Webagentur in Tirol arbeiten, vom Erstgespräch über Technik und SEO bis zur Wartung, steht offen auf unserer Seite zur Web-Entwicklung. Und wenn deine Antworten nach einem kleineren Rahmen klingen, ist ein Website-Abo wie EasyWeb vielleicht die bessere Wahl als ein Agenturprojekt.
Wir sitzen in Schlitters im Zillertal, also mitten im Bezirk Schwaz. Für Betriebe zwischen Innsbruck, Schwaz und dem Talschluss sind wir schnell vor Ort. Mehr dazu unter Web-Entwicklung im Zillertal.
Fazit
Die richtige Agentur erkennst du weniger am Portfolio als an den Antworten auf unbequeme Fragen. Wer bei Eigentum, Wartung und SEO klar und schriftlich antwortet, meint es ernst mit einer Zusammenarbeit über Jahre. Wenn du in Tirol eine Homepage erstellen lassen willst, nimm diese Liste in jedes Erstgespräch mit.
Du willst die zehn Fragen gleich jemandem stellen? Gern uns. Wir nehmen uns Zeit für ein erstes Gespräch, ohne Verpflichtung. Erstgespräch vereinbaren

